Neues Begutachtungsassessment (NBA)

Seit dem 1. Januar 2017 wird die Einteilung von Pflegebedürftigen nicht mehr in Pflegestufen, sondern in Pflegegrade vorgnommen. Nach der Antragsstellung beurteilt hierfür ein Prüfer des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) im Falle von gesetzlich Versicherten oder ein Prüfer der Medicproof GmbH im Falle von privat Versicherten den Grad der Einschränkung der Selbststädigkeit des Betroffenen.

Wie funktioniert das neue Begutachtungsverfahren?

Das „Neue Begutachtungsassessment“ (NBA) erfolgt anhand eines zum 1. Januar neu eingeführten Punktesystems. Die zugewiesenen Punkte ergeben sich aus sechs zu prüfenden Lebensbereichen beziehungsweise Modulen, die die körperlichen, psychischen und kognitiven Einschränkungen des Pflegebedürftigen erfassen. Die Merkmalsausprägung innerhalb der Module wird demnach mit Punkten belegt. Da die Module unterschiedlich gewichtet sind, werden auch die vergebenen Punkte unterschiedlich gewichtet. Letztendlich werden sie zu einer Gesamtpunktzahl addiert, die die Einteilung in einen Pflegegrad bestimmt. Die sechs Module des NBA und ihre Gewichtung im Gesamtkontext gestalten sich folgendermaßen:

  1. Mobilität: 10 %
  2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten: 15 % (gemeinsam mit Modul 3)
  3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: siehe Modul 2
  4. Selbstversorgung: 40 %
  5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankgeits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: 20 %
  6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: 15 %

Der Aspekt der Selbstversorgung seitens des zu Beurteilenden steht also deutlich an erster Stelle, wenn es um die Verteilung der Punkte geht. Die Frage danach, ob und inwieweit ein Betroffener sich noch selbst versorgen kann, wird als äußerst wichtig eingestuft.

 

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