Die NBA-Module 1 bis 3

Das erste Modul innerhalb des NBA…

…behandelt Aspekte der Mobilität des Betroffenen. Hier werden die Fragen danach geklärt, inwieweit er bereits körperlich eingeschränkt ist und ob er sich in seinem Umfeld weiterhin zurechtfinden kann. Der Gutachter überprüft, ob der Antragsteller noch in der Lage ist

  • sich selbstständig aufzurichten und eine stabile Sitzposition zu halten,
  • aus dem Bett aufzustehen und sich auch wieder hinzusetzen,
  • innerhalb des Bettes seine Positon liegend zu verändern,
  • sich in seinem Umfeld sicher zu bewegen und
  • Treppen zu steigen.

Kraft und Koordination sind demnach die vorrangigen Aspekte, die innerhalb von Modul 1 überprüft werden. Für die genannten Fähigkeiten vergibt der Prüfer zwischen 0 und 3 Punkte. Eine Bewertung mit 0 bedeutet, dass der Betroffene die geforderte Aktion selbstständig durchführen kann. Die Punktzahl 1 vergibt der Prüfer, wenn der Antragsteller überwiegend selbstständig handelt. 2 Punkte bedeuten, dass überwiegend unselbstständig agiert wird und 3 Punkte zeigen, dass der Patient selber nicht mehr handlungsfähig und damit unselbstständig ist.

Das zweite Modul innerhalb des NBA…

…soll die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten des Betroffenen klären. Im Gegensatz zum aktionsbezogenen Inhalt von Modul 1 sollen hier also die geistigen Funktionen des Patienten überprüft werden. Es werden folgende Fragen gestellt:

  • Kann er sich örtlich und zeitlich orientieren?
  • Funktioniert sein Gedächtnis altersentsprechend?
  • Ist er in der Lage, Personen aus seinem näheren Umfeld zu erkennen?
  • Kann er alltägliche Entscheidungen treffen?
  • Versteht er neue Informationen und kann Sachverhalte nachvollziehen?
  • Kann er seinen Alltag strukturiert bestreiten, also Alltagshandlungen schrittweise ausführen und steuern?
  • Erkennt er Gefahren?
  • Versteht er Gesprächsaufforderungen?
  • Kann er die eigenen Bedürfnisse äußern?

Auch in Modul 2 wird mit einem Punktesystem von 0 bis 3 bewertet. Die Ausprägung 0 bedeutet in diesem Falle, dass die überprüfte Fähigkeit vorhanden und der Betroffene damit unbeeinträchtigt ist. Die Punktzahl 1 bedeutet, dass die entsprechende Fähigkeit größtenteils vorhanden ist und es somit bereits Einschränkungen gibt. Die Ausprägung 2 sagt aus, dass der Patient in geringem Maße befähigt ist, die überprüfte Handlung vorzunehmen und die Punktzahl 3 zeigt an, dass die entsprechende Fähigkeit nicht beziehungsweise nicht mehr vorhanden ist.

Modul 3 des neuen Begutachtungsassessments…

…bewertet die Verhaltensweisen und psychischen Problemlagen des Betroffenen. Konktreter formuliert geht es hier um psychische Erkrankungen und celebrale Schädigungen, die trotz adäquater Therapieformen fortbestehen. Überprüft werden soll hier die Fähigkeit des Betroffenen zur Selbstregulierung beziehungsweise zielgerichteten Steuerung seines Verhaltens. Betrachtet werden hierfür

  • verbale und körperliche Aggressionen gegen sich selbst oder andere,
  • sonstige verbale Auffälligkeiten,
  • Aggression gegen und Beschädigung von Gegenständen,
  • nächtliche Unruhe,
  • körperliche Verhaltensauffälligkeiten, die die Motorik betreffen,
  • depressive Verstimmungen und hiermit einhergehende Antriebslosigkeit, Ängste oder Sinnestäuschungen,
  • antisoziales Verhalten und
  • die vehemente Abwehr pflegerischer Maßnahmen.

Auch in Modul 3 werden Punkte zwischen 0 und 3 für die verschiedenen Verhaltensweisen vergeben. Die Ausprägung gestaltet sich jedoch abermals anders als in den Modulen 1 und 2. Die Punktzahl 0 sagt in diesem Fall aus, dass ein bestimmtes Verhalten nie oder nur sporadisch aufritt. Die Ausprägung 1 beschreibt ein seltenes Auftreten. Tritt eine Verhaltensweise zwei- bis dreimal wöchentlich auf, wird die Punktzahl 2 vergeben und ist sie täglich feststellbar, vergibt der Prüfer 3 Punkte.

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